Border (as) Space

»This space would not coincide with any homogeneous national territory, nor with their topographical sum, but would act on these territories, making holes in them and dividing them Topo-logically like in a Leiden jar or in a Moebius strip, where exterior and interior are indeterminate.«

Giorgio Agamben: We Refugees, 1994

Die Ausstellung BORDER (AS) SPACE versammelt Recherchen und Projekte von Studierenden des MA RAUMSTRATEGIEN zu Fragen der Grenze, die als verräumlichte Dimension sozialer und kultureller Zusammenhänge verstanden wird. Gerade in einem Moment, in dem die Grenze wieder nur allzugern als Medium der Exklusion, Ausgrenzung und Abschottung beschworen wird, geht es darum, Grenzen als grundlegend hybrides Spannungsfeld zu verstehen, das komplexe Grenzräume, transkulturelle Übersetzungen sowie architektonische Schwellenbereiche hervorruft.

Im Vordergrund stehen dabei gesellschaftliche und räumliche Reibungsflächen, die sich nicht nur entlang von rein territorialen Grenzen zeigen, sondern zunehmend entlang kultureller, technologischer oder medialer Grenzen herausbilden.

25.03.2017 Schreibe einen Kommentar

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Spatial Strategies (M.A.)

Der MA SPATIAL STRATEGIES bietet eine vertiefte Ausbildung in der Analyse, Erforschung sowie Gestaltung von handlungsorientierten Räumen. Angesichts der zunehmenden Auflösung klarer Trennlinien zwischen einzelnen Disziplinen wie Design, Architektur, Urbanismus, Kunst und digitalen Medien bietet der M.A.- Studiengang SPATIAL STRAEGIES ein transdisziplinäres Studium an, das an den Schnittstellen dieser Disziplinen positioniert ist.
Temporäre Raumgestaltungen, szenografische Inszenierungen sowie Interventionen im öffentlichen Raum stellen hier die Schwerpunkte dar. Großer Wert wird dabei auf Methoden künstlerischer und kuratorischer Praxis in Bezug auf den Raum gelegt. Diese stehen im Mittelpunkt einer Ausbildung, in der es um die gestalterische Übersetzung von Analysen und Thesen zu komplexen gesellschaftlichen Zusammenhängen in räumlichen Anordnungen sowie um die Entwicklung zeitbasierter Strategien im Raum geht.

Der MA SPATIAL STRATEGIES spannt sich auf zwischen zwei Schwerpunktfeldern:

„SPACE AND SCENOGRAPHY / SZENOGRAFIE UND RAUM“ ist auf szenisches Gestalten und Inszenierung von Räumen unter Einbeziehung neuer Medien ausgerichtet. Ziel ist eine themenorientierte Gestaltung von Kommunikations- und Interaktionsräumen

RESEARCH BASED SPATIAL INTERVENTION / FORSCHEN UND INTERVENIEREN IM RAUM ist ausgerichtet auf Raumforschung, räumliche Interventionen und Projekte in öffentlichen Räumen. Städtische Außenräume oder Innenräume öffentlichen Charakters stehen im Mittelpunkt von Strategien der räumlichen Analyse und Intervention, wobei Raum als gesellschaftlicher Produktionsprozess der Wahrnehmung, Nutzung und Aneignung verstanden wird.

Angesiedelt zwischen Ausstellungsgestaltung, Urban Design, Kunst im öffentlichen Raum und künstlerischer Forschung wird im MA SPATIAL STRATEGIES eine transdisziplinäre Professionalität angestrebt, die neben der gestalterischen Eigenständigkeit auch eine urbane Kuratorenkompetenz beinhaltet. Entscheidend ist hier die Kultivierung der Fähigkeit, komplexe soziale Zusammenhänge zu analysieren, zu visualisieren bzw. zu kartieren und auf Basis eines prozessorientierten, an Narrativen geschulten Wissens szenografische Raumkonzepte zu entwickeln, die den vielschichtigen Ansprüchen an heutige (öffentliche) Räume gerecht werden.

Das Curriculum ist um die Projektarbeit aufgebaut und verknüpft, entlang transdisziplinärer Schnittstellen hin zu Design, Kunst, Medien und Urbanismus, theoretische, forschende und künstlerische Arbeitsweisen im Raum. Der MA wird im 4. Semester mit einer individuellen Master Thesis Arbeit, die einen theoretischen oder praktischen Schwerpunkt haben kann, abgeschlossen. Die Ausbildung richtet sich an alle, die einen spezifisch individuellen Fokus im Spektrum zeitgenössischer Raumpraktiken entwickeln möchten.

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Prof. Manfred Schulz

Prof. Christian Teckert

Prof.in Dr. Sandra Schramke