Ausstellungseröffnung „KIELSCAN – Räumliche Recherchen entlang von 16 „Breitengraden“ Kiels“ am 11.02.15 um 18h30, Verwaltungsgebäude EG

Die Ausstellung KIELSCAN untersucht mit unterschiedlichen Formaten künstlerischer Forschung KIEL als exemplarischen Prototyp zeitgenössischer urbaner Problemstellungen.

16 Recherchen, die jeweils entlang eines vordefinierten „reiteitengrades“ – einer horizontalen Linie vom Westen in den Osten Kiels – durchgeführt wurden, zeigen die dort identifizierten stadträumlichen Phänomene als Kaleidoskop von brisanten urbanen Fragestellungen, die in der Zusammenschau ein spezifisches Porträt der Stadt erzeugen.

Die Ausstellung wurde im WS 2014/15 als eines von zwei parallel geführten Hauptprojekten in den jeweiligen Schwerpunkten des MA Raumstrategien erarbeitet.

Die Auseinandersetzung mit Formaten des künstlerischen Forschens in urbanen Räumen stand am Beginn des Projekts. Auf Basis individueller Analysen und in mehreren Zwischenschritten wurden Raumobjekte entwickelt, welche die Recherchen entlang der jeweiligen Breitengrade in den Ausstellungsraum übersetzen und „verräumlichen“. Die Installationen stellen eine künstlerisch-wissenschaftliche Form des gestalterischen Umgangs mit urbanen kulturellen Artefakten dar, die einem gemeinsamen Prinzip unterliegen: die modulare szenografische Displaylogik ergibt sich durch ein Basismodul in Form eines 30x30x30cm Kartonwürfels. Zu sehen sind raumbildende Objekte, die zwischen informativem Display, Ausstellunsarchitektur und künstlerischer Rauminstallation oszillieren.

 

1 Pauline Knoblauch: Holtenau – Tor zur Welt?

2 Julia Wirkner: Urban Olympia

3 Anna Hentschel: Die schönsten Grenzen von Kiel

4 Stefanie Buchholz: Ganz viel Kiel Backstein!

5 Anneke Ehmsen: Komprimierter Raum

6 Luisa Schönfeld: Sportevents – Kiel im Ausnahmezustand

7 Janine Haug: TexKiel

8 Meike Frankenhauser: Garage City

9 Kim Zimmermann: Aubrook 100

10 Anna-Lisa Ballaschke: Tourist City

11 Luisa Wolff: Echte Kieler Sprotten

12 Birte Schröder: Drehort Kiel

13 Emine Arin: Der Kanaldeckel als Interface zur Kieler Unterwelt

14 Anika Krause: Von Gottlieb zu Guerilla

15 Dana Teetzen: Mettenhof – Image und Realität

16 Melissa Schorat: Gaardener Wohnzimmer

 

1sem MA RAUMSTRATEGIEN

Schwerpunkt künstlerisches Forschen und Intervenieren im Raum

Prof. Christian Teckert mit Dipl.Ing. Martina Löwenstrom

 

09.02.2015

Spatial Strategies (M.A.)

Der MA SPATIAL STRATEGIES bietet eine vertiefte Ausbildung in der Analyse, Erforschung sowie Gestaltung von handlungsorientierten Räumen. Angesichts der zunehmenden Auflösung klarer Trennlinien zwischen einzelnen Disziplinen wie Design, Architektur, Urbanismus, Kunst und digitalen Medien bietet der M.A.- Studiengang SPATIAL STRAEGIES ein transdisziplinäres Studium an, das an den Schnittstellen dieser Disziplinen positioniert ist.
Temporäre Raumgestaltungen, szenografische Inszenierungen sowie Interventionen im öffentlichen Raum stellen hier die Schwerpunkte dar. Großer Wert wird dabei auf Methoden künstlerischer und kuratorischer Praxis in Bezug auf den Raum gelegt. Diese stehen im Mittelpunkt einer Ausbildung, in der es um die gestalterische Übersetzung von Analysen und Thesen zu komplexen gesellschaftlichen Zusammenhängen in räumlichen Anordnungen sowie um die Entwicklung zeitbasierter Strategien im Raum geht.

Der MA SPATIAL STRATEGIES spannt sich auf zwischen zwei Schwerpunktfeldern:

„SPACE AND SCENOGRAPHY / SZENOGRAFIE UND RAUM“ ist auf szenisches Gestalten und Inszenierung von Räumen unter Einbeziehung neuer Medien ausgerichtet. Ziel ist eine themenorientierte Gestaltung von Kommunikations- und Interaktionsräumen

RESEARCH BASED SPATIAL INTERVENTION / FORSCHEN UND INTERVENIEREN IM RAUM ist ausgerichtet auf Raumforschung, räumliche Interventionen und Projekte in öffentlichen Räumen. Städtische Außenräume oder Innenräume öffentlichen Charakters stehen im Mittelpunkt von Strategien der räumlichen Analyse und Intervention, wobei Raum als gesellschaftlicher Produktionsprozess der Wahrnehmung, Nutzung und Aneignung verstanden wird.

Angesiedelt zwischen Ausstellungsgestaltung, Urban Design, Kunst im öffentlichen Raum und künstlerischer Forschung wird im MA SPATIAL STRATEGIES eine transdisziplinäre Professionalität angestrebt, die neben der gestalterischen Eigenständigkeit auch eine urbane Kuratorenkompetenz beinhaltet. Entscheidend ist hier die Kultivierung der Fähigkeit, komplexe soziale Zusammenhänge zu analysieren, zu visualisieren bzw. zu kartieren und auf Basis eines prozessorientierten, an Narrativen geschulten Wissens szenografische Raumkonzepte zu entwickeln, die den vielschichtigen Ansprüchen an heutige (öffentliche) Räume gerecht werden.

Das Curriculum ist um die Projektarbeit aufgebaut und verknüpft, entlang transdisziplinärer Schnittstellen hin zu Design, Kunst, Medien und Urbanismus, theoretische, forschende und künstlerische Arbeitsweisen im Raum. Der MA wird im 4. Semester mit einer individuellen Master Thesis Arbeit, die einen theoretischen oder praktischen Schwerpunkt haben kann, abgeschlossen. Die Ausbildung richtet sich an alle, die einen spezifisch individuellen Fokus im Spektrum zeitgenössischer Raumpraktiken entwickeln möchten.

FRAGEN?
Prof. Manfred Schulz

Prof. Christian Teckert