»Frame« – ein Ausstellungskonzept an der Bushaltestelle

Isabell Stöcker

Masterthesis Sommersemester 2018

Betreuende Dozenten: Prof.in Dr. Sandra Schramke, Prof. Christian Teckert

Das Ausstellungskonzept »FRAME« ist vielseitig einsetzbar und verhilft dem Warteraum Bushaltestelle zu einer neuen Rolle. Durch die zurückhaltende Form steht jederzeit der ausgestellte Inhalt im Vordergrund. Dieser kann aus verschiedensten Bereichen generiert werden und somit künstlerischer als auch historischer oder wissenschaftlicher Natur sein. Durch die Sound-Rahmen und erzählte Geschichten aus vergangenen Tagen oder Berichte zu aktuellen Themen verändert sich der reale Raum. Jeder Zuhörer imaginiert eigene Bilder während des Hörens und kann die Inhalte für sich verarbeiten. Die Video-Bild- Rahmen können visuelle Ergänzungen zum Narrativ bieten und bilden eine weitere Ebene des Konzepts. Durch die abwechslungsreiche Komposition der Rahmenelemente können vielerorts neue räumliche Gefüge gestaltet werden. Die Performance-Rahmen komplettieren das Ausstellungskonzept und bieten ebenfalls einen vielseitigen Nutzen an ungewöhnlichen Orten an. Durch die Variabilität kann eine Performance ein neues Publikum ansprechen, ein Publikum, das durch seine Situation zu eben diesem wird. Mithilfe von »FRAME« kann der beschriebene Nicht-Ort Bushaltestelle an Identität gewinnen. Ausstellungsinhalte können adäquat im öffentlichen Raum präsentiert und ein Ort des Wartens kann zu einem Ort des Erlebens, Fühlens und Lernens werden.

Als Beispielinhalt wurde aus aktuellem Anlass der Kieler Matrosenaufstand gewählt.

 

19.12.2018 Schreibe einen Kommentar

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Spatial Strategies (M.A.)

Der MA SPATIAL STRATEGIES bietet eine vertiefte Ausbildung in der Analyse, Erforschung sowie Gestaltung von handlungsorientierten Räumen. Angesichts der zunehmenden Auflösung klarer Trennlinien zwischen einzelnen Disziplinen wie Design, Architektur, Urbanismus, Kunst und digitalen Medien bietet der M.A.- Studiengang SPATIAL STRAEGIES ein transdisziplinäres Studium an, das an den Schnittstellen dieser Disziplinen positioniert ist.
Temporäre Raumgestaltungen, szenografische Inszenierungen sowie Interventionen im öffentlichen Raum stellen hier die Schwerpunkte dar. Großer Wert wird dabei auf Methoden künstlerischer und kuratorischer Praxis in Bezug auf den Raum gelegt. Diese stehen im Mittelpunkt einer Ausbildung, in der es um die gestalterische Übersetzung von Analysen und Thesen zu komplexen gesellschaftlichen Zusammenhängen in räumlichen Anordnungen sowie um die Entwicklung zeitbasierter Strategien im Raum geht.

Der MA SPATIAL STRATEGIES spannt sich auf zwischen zwei Schwerpunktfeldern:

„SPACE AND SCENOGRAPHY / SZENOGRAFIE UND RAUM“ ist auf szenisches Gestalten und Inszenierung von Räumen unter Einbeziehung neuer Medien ausgerichtet. Ziel ist eine themenorientierte Gestaltung von Kommunikations- und Interaktionsräumen

RESEARCH BASED SPATIAL INTERVENTION / FORSCHEN UND INTERVENIEREN IM RAUM ist ausgerichtet auf Raumforschung, räumliche Interventionen und Projekte in öffentlichen Räumen. Städtische Außenräume oder Innenräume öffentlichen Charakters stehen im Mittelpunkt von Strategien der räumlichen Analyse und Intervention, wobei Raum als gesellschaftlicher Produktionsprozess der Wahrnehmung, Nutzung und Aneignung verstanden wird.

Angesiedelt zwischen Ausstellungsgestaltung, Urban Design, Kunst im öffentlichen Raum und künstlerischer Forschung wird im MA SPATIAL STRATEGIES eine transdisziplinäre Professionalität angestrebt, die neben der gestalterischen Eigenständigkeit auch eine urbane Kuratorenkompetenz beinhaltet. Entscheidend ist hier die Kultivierung der Fähigkeit, komplexe soziale Zusammenhänge zu analysieren, zu visualisieren bzw. zu kartieren und auf Basis eines prozessorientierten, an Narrativen geschulten Wissens szenografische Raumkonzepte zu entwickeln, die den vielschichtigen Ansprüchen an heutige (öffentliche) Räume gerecht werden.

Das Curriculum ist um die Projektarbeit aufgebaut und verknüpft, entlang transdisziplinärer Schnittstellen hin zu Design, Kunst, Medien und Urbanismus, theoretische, forschende und künstlerische Arbeitsweisen im Raum. Der MA wird im 4. Semester mit einer individuellen Master Thesis Arbeit, die einen theoretischen oder praktischen Schwerpunkt haben kann, abgeschlossen. Die Ausbildung richtet sich an alle, die einen spezifisch individuellen Fokus im Spektrum zeitgenössischer Raumpraktiken entwickeln möchten.

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Prof. Manfred Schulz

Prof. Christian Teckert